Die Geschichte der Villa Neptun

Villa Meyne (Neptun) um 1912
Die Villa Neptun als Dependance
Des Hotels Belvedere unter dem Namen "Hotel Triglav" in den 50-er Jahren
Villa Operetta

"Schönste Lage am Meere. Prachtvolle Aussicht. Große Zimmer und Salons. Eigenes Seebad. Schattige Gartensitze und größte Reinlichkeit im Hause (...)."
Bereits in der Zeit um 1900 mussten die Werbetexter der Villa Meyne (heute Villa Neptun) nichts erfinden, um deren Vorzüge interessant zu machen. Und noch heute lassen wir unser Hotel, dessen historischen Herzstück die Villa Neptun bildet, gerne für sich sprechen, wobei das Erinnern und Bewahren seiner Geschichte eine gewichte Rolle spielt.

Als Abbazia sich zum noblen k.u.k.-Kurort entwickelt hatte, duellierte dort praktisch die gesamte Monarchie und auch Adelige aus anderen Ländern reisten ›zur Chur an die österreichische Riviera‹. Die Infrastruktur der Stadt war auf dem neuesten Stand, es gab eine Straßenbahn, Kaffeehäuser, Luxushotels mit Strom und warmen Bädern; sogar die Sachertorte war jeden Tag frisch. Und irgendwann dachten sich einige der betuchten Gäste: »Warum nicht selbst ein Domizil an der Adria errichten? « So auch ein gewisser Herr Meyne aus dem heutigen Burgenland, der zwischen 1890 und 1897 die heutige Villa Neptun erbauen ließ, damals Villa Meyne. Während die Bauleitung vom Architekturbüro Carlo Conighi aus Rijeka durchgeführt wurde, stammten die grundsätzlichen  Pläne für die Villa von dem österreichisch-tschechischen Architekten Adolf Tichy, der in seiner kurzen Schaffensphase zwar nicht zu den profilierten Architekten an der Kvarner Küste zählte, mit dem Bau eines  repräsentativen Gebäudes für den ›Deutschen Leseverein in Abbazia‹ aber doch ein bedeutendes Werk schuf  (heute  Villa  Operetta  in  der  Altstadt, Ulica Svetog Florijana 1;). Man vermutet, dass die Villa Meyne gleich nach ihrer Erbauung als Pension geführt wurde; viele Besitzer handhabten dies so, ein Teil war  Privatbereich, der Rest wurde vermietet. Ziemlich bald kaufte die Gräfin Laura Henckel von Donnersmark die Villa, die wiederum 1908 ins Eigentum von Baronin Horvath und Familie Migl überging. Letztere tauften ihr Domizil auf den heutigen Namen um: Villa Neptun. Zu dieser Zeit erhielt das Gebäude auch seine Ähnlichkeit mit dem Schloss Miramar in Triest und wurde zu einem beliebten Motiv zahlreicher Ansichtskarten. Bis 1945 hatte die Villa Neptun nicht viel von ihrer prächtigen Erscheinung verloren, doch in den Fünfzigerjahren reduzierte man ihre Optik auf die einfachen Formen der damaligen Zeit.

WACH GEKÜSST
Der „Erweckungskuss“ durch Dr. Holleis  verlangte zwei Jahre Bauzeit, in der die zuvor entkernte Villa wieder ihre verspielten Zinnen zurückerhielt. Restaurant, Bar, Weinkeller, Waterfrontzimmer sowie Suiten hielten Einzug.

Dr. Holleis küsste nicht nur die Villa Neptun...
Aktuelle Ansicht der Villa Neptun
Der Weinkeller in der Villa Neptun im Bauzeit
Aktuelle Ansicht des Weinkeller